Dekarbonisierung der Bauwirtschaft

Durch den Klimawandel, den demografischen Wandel und die Urbanisierung sieht sich auch der Bausektor mit notwendigen Veränderungen konfrontiert. Baumaterialien sind für 11 Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Ein Wert, der sich senken lässt, indem Beton und Stahl durch Holz ersetzt werden. Wir versorgen den Bausektor mit erneuerbaren, sicheren und kohlenstoffarmen Lösungen auf Holzbasis und unterstützen so die Dekarbonisierung der Bauwirtschaft.

Holz ist ein kohlenstoffarmes Baumaterial

Durch den Einsatz von Holz anstelle herkömmlicher Baumaterialien in Tragwerken, können die Emissionen um 60 Prozent reduziert werden (Oregon State University: Use of structural wood in commercial buildings reduces greenhouse gas emissions / deutsch: Der Einsatz von Bauholz in Gewerbeimmobilien verringert die Treibhausgasemissionen).

Der weltweite Gebäudebestand wächst jedes Jahr um etwa 2 Milliarden Quadratmeter. Würden diese 2 Milliarden Quadratmeter mit Holz gebaut, könnten wir die Kohlenstoffemissionen jedes Jahr um rund 500 Millionen Tonnen reduzieren. Die Substitution von Baumaterialien kann einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Emissionen in der Baubranche leisten.

Holz ist ein leichtes, aber dennoch stabiles Baumaterial, das die gleiche Tragfähigkeit wie Beton aufweist (CEA13-14823835.pdf [hrpub.org]) und somit den Aufbau leichterer Fundamente auf bestehenden Strukturen ermöglicht. Ein geringeres Gewicht wiederum kann auch die Transportemissionen/Logistikkosten senken.

Leichte und vorgefertigte Bauweisen bieten zahlreiche ökologische und soziale Vorteile. Zu diesen Vorteilen gehören: weniger Baulärm, kürzere Bauzeiten und weniger Verkehr in städtischen Gebieten, sicherere Baustellen und weniger Abfall vor Ort.

Natürliche Kohlenstoffspeicherung

Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Luft CO₂. Der Kohlenstoff wird dann in Gebäuden gespeichert, während neue Bäume nachwachsen und mehr CO₂ aufnehmen.

Gemäß unseren unabhängig verifizierten Umweltproduktdeklarationen (EPD) speichern unsere Holzprodukte rund 750 kg CO₂/m³.

Doch gibt es überhaupt genug Bäume, um weiterhin mit Holz zu bauen? Die Antwort lautet: Ja! Denn die europäischen Wälder wachsen.

Mehr zum Thema in unserem Podcast: Europe’s forests are getting bigger – here’s why [deutsch: Europas Wälder werden immer größer – wie kommt’s?]

Kreislauffähigkeit

Holzgebäude können wiederverwendet, repariert, umgebaut, renoviert, aufgearbeitet, weiterverkauft, umfunktioniert und neu gestaltet werden. Danach können sie zur Gewinnung von Bioenergie thermisch verwertet werden, und die nächste Generation von Bäumen nimmt das CO₂ auf und wächst nach. Die Wiederverwendung oder das Recycling verlängert die bereits langfristige Kohlenstoffspeicherung und hält das CO₂ noch länger von der Atmosphäre fern. Wir können so viel mehr mit Holz erreichen, wenn wir strategisch vorgehen und langlebige Produkte wie z.B. Gebäude damit herstellen.

Mit weniger mehr erreichen – Building Concepts by Stora Enso

  • Viel zu häufig werden Gebäude abgerissen, nicht weil sie zu verfallen drohen, sondern weil sich die Bedürfnisse geändert haben. 
  • Stora Enso hat sich dieses Problems angenommen und ein Building Concept für die Mehrzwecknutzung von Gebäuden entwickelt, das den Bedarf an klimaschädlichen Abrissen reduziert.
  • Das Mehrzweckkonzept macht die mehrfache Umnutzung der Gebäudestruktur für verschiedene Zwecke möglich. Was heute ein Büro ist, kann morgen ein Hotel sein.

Lesen Sie mehr über Building Concepts

Holz fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden

Wir alle empfinden die natürlichen, warmen und gesunden Eigenschaften von Holz als angenehm – das ist wissenschaftlich belegt (Strobel, K.; Nyrud, A. Q.; Bysheim, K. Interior Wood Use: Linking User Perceptions to Physical Properties. Scand. J. For. Res. 2017, 32, 798–806).

Es gibt immer mehr Belege dafür, dass die Vorteile von Holz als Baumaterial über die ökologische Nachhaltigkeit hinausgehen. Gebäude aus Holz wirken sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus und fördern die Kreativität. 

Lesen Sie unser Whitepaper zum Thema Wohlbefinden: 10 Gründe, warum Holzgebäude gut für Sie sind

Wälder bilden die Grundlage unserer erneuerbaren Lösungen

Stora Enso ist einer der ältesten und mit einer Waldfläche von 2 Millionen Hektar auch einer der größten privaten Waldeigentümer weltweit.

Wir betrachten unsere Geschichte und unseren Waldbesitz nicht nur als eine bedeutende Investition, sondern auch als eine große Verantwortung. Diese zweifache Sichtweise lprägt unseren Nachhaltigkeitsansatz und sichert eine ausgewogene und ganzheitliche Strategie.

Wir setzen uns für den Schutz der Wälder ein, da sie einen positiven und direkten Einfluss auf den Klimawandel und die biologische Vielfalt haben. Wälder sind zudem unser größtes und wichtigstes langfristiges Kapital, aus dem alle unsere erneuerbaren Materialien stammen.

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Deklarationen und Produktzertifikate